Ahimsa
22.01.2023
Yoga Sutra
Der achtgliedrige Pfad - eine Übungspraxis für den Alltag
1. Ahimsa - Nicht verletzen, Gewaltlosigkeit
Die Yamas des achtgliedrigen Pfades fordern uns auf, unseren Umgang mit anderen Menschen, aber auch mit uns selbst unter die Lupe zu nehmen.
Mahatma Gandhi sagte: „Du und ich: Wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen.“
Erst wenn ich eine innere Zufriedenheit gefunden habe, mich nicht mit anderen vergleiche, nicht denke, die Erwartungen anderer erfüllen zu müssen, mich nicht mehr verurteile, kann ich davon Abstand nehmen, andere zu verletzen - sei es mit Worten oder in Gedanken.
Gewaltfreies Denken und Handeln entsteht aus einer inneren Haltung. Wenn mich ein negativer Impuls trifft, übe ich, mich auf das Gegenteil davon auszurichten.
Der erste Schritt: beobachten. Was passiert in meinen Gedanken, wenn mich jemand beleidigt, sich mir gegenüber rücksichtslos verhält?
Der zweite Schritt: hinterher zu reflektieren. Hätte ich nicht auch anders reagieren können? Verständnis, Mitgefühl, Geduld und Liebe sind die Tools, die dabei zum Einsatz kommen möchten. Wenn ich eine Haltung inneren Friedens gefunden habe, muss ich nicht mit Zorn oder Ärger reagieren.
Mantra - Meditation: „Ich trage Frieden in meinem Herzen“
Du kannst diesen Satz in einer Meditation bei jedem Ausatmen still wiederholen oder auch in einer Situation, in der Du merkst, wie Ärger oder Wut hochsteigen, diesen Satz drei Mal wiederholen und beobachten, was geschieht.